vom Nettestrand
Ich misstraue Menschen, die Hunde nicht mögen. Aber ich traue jedem Hund, wenn er einen Menschen nicht mag. (Bill Murray)

A-Wurf gefallen im April 2020  (Neuigkeiten stehen oben!)

Der 8.4.2020: Wir haben unser Geburtsgewicht verdoppelt. Spötter meinen bereits, wir ziehen keinen Welpen sondern einen Nachkommen von Miss Antje, dem NDR-Walross gross. Aber die Kleine ist einfach Süss. Obwohl die Nächte anstrengend sind. Tagsüber bei dem optimalen Wetter ist einigermaßen Ruhe in der Kiste. Aber Nachts fehlen die Geschwisterchen zum wärmen. Da muss man dann doch regelmäßig raus und nach dem Rechten sehen. Die Wärmflaschen neu befüllen damit sowas wie Nestwärme in der Kiste entsteht. Und auch mal bei der Mama anlegen um den Hunger zu stillen. Morgens ist man dann doch recht erschlagen. Da sind wir gespannt, ob sich dieses Verhalten ändert, wenn die Wurfkiste voller ist. Aber das sehen und erleben wir dann wohl erst nach dem nächsten mal.


Der 5.4.2020: Die ersten beiden Nächte liegen hinter uns. Abby ist ein Wonneproppen und nimmt täglich zwischen 150 und 200 Gramm zu. Also das Geburtsgewicht werden wir, wenn es so weiter geht, nicht nach 7 Tagen verdoppelt, sondern eher so nach 5 Tagen. Aber das ist der Vorteil, wenn keine Konkurrenz vorhanden ist. Die komplette Theke mit 8 Zapfhähnen steht einem alleine zur Verfügung. Ich würde sagen: Der wahr gewordenen Traum eines jeden Mannes.


Der 3.4.2020: Heute ist es so weit. Völlig überraschend erfolgte der Wurf. Wir waren zwar beim 64 Tag aber eigentlich fehlten die typischen Verdächtigen von denen wir gelesen haben.
Unsere Joy erfreute sich morgens noch besten Appetites und auch die Temperatur war normal. Vom Nestbau ganz zu schweigen. Kein Loch im Garten. Nicht der Ansatz vom buddeln vorhanden.
Wir wussten ja, dass es ein kleiner Wurf werden würde und bei einem kleinen Wurf kann es auch schon mal etwas länger dauern. Daher hatten wir noch keinen Gedanken daran verschwendet, dass heute der Tag der Tage ist. Wir waren also normal im Garten am arbeiten, als unsere Tochter sich plötzlich meldete mit dem Hinweis: Ich glaube es geht los. Und so war es dann auch. Unsere Joy hatte sich nur auf ihre Decke verzogen. Die Wurfkiste, die bereits seid 14 Tagen im Wohnzimmer steht, wurde verschmäht. Die eigene alte Decke musste es sein.
Und scheinbar war Sie schon etwas länger in den Wehen, ohne dass wir es mitbekommen haben. Der erste Welpe kam in Steißlage mit den Füssen voran raus. Die Fruchtblase war bereits geplatzt. Und als ich den kleinen Körper in den Händen hielt war er bereits leblos. Unser erster Welpe. Ein kleiner schwarzmarkener Rüde von 609 Gramm kam tot auf die Welt. Unser erster Wurf, unser erster Welpe. Wir waren geschockt. Und tieftraurig. Wir haben noch Wiederbelebung versucht und ihm auch Alkohol auf die Zunge gerieben aber leider konnten wir das kleine Kerlchen nicht reanimieren. Unsere Joy hat den Kleinen noch vorbildlich abgenabelt und geleckt. Wir haben dann den Welpen nach ca 25 Minuten aufgegeben und wollen ihn erstmal aus der Box entfernen, aber Joy hat ihn gesucht und ist suchend durch die Box und das Wohnzimmer.
Also haben wir Ihr den toten Welpen noch gelassen, sodass Sie sich in Ruhe verabschieden konnte. Nach weiteren 15 Minuten konnten wir den toten Welpen dann aus der Box entfernen.

Obwohl wir tieftraurig waren sahen wir gespannt der weiteren Entwicklung entgegen. Und nach ca. 2 Stunden folgten erneut Wehen. Wir wussten ja, dass mindestens 2 Welpen beim Ultraschall gesichtet wurden.
Und wieder kamen zuerst das Schwänzchen und die Hinterbeine. Entsprechend aufgeregt waren wir. Den auch hier war die Fruchtblase bereits wieder geplatzt. Aber diesmal ging alles gut und wir hielten bereits nach kurzer Zeit unsere kleine Abby in den Händen. Ein schwarzes Mädel von stolzen 619 Gramm. Wir waren voller Adrenalin aber überglücklich, dass die Kleine sich direkt bewegte und fiepste. Wir standen in der Zwischenzeit mit unserem Züchter wie auch befreundeten Hundehaltern, die das Wunder der Geburt bereits mal erlabt haben, in telefonischen Kontakt. Diese haben uns nach bestem Wissen unterstützt und beruhigt.
Leider hat es durch die Corona-Beschränkungen nicht geklappt, dass unser Züchter, von dem wir unsere Joy haben, uns vor Ort tatkräftig unterstützen konnte. Wir danken aber trotzdem für das Angebot und wissen es zu schätzen, dass er, ohne Corona den Weg aus Berlin auf sich genommen hätte, um uns mehr Sicherheit bei diesem Wurf zu geben.

Wir können jedem Hundezüchter, der einen A-Wurf plant, nur empfehlen, sich Hilfe vor Ort zu sichern, wenn es sich irgend wie einrichten lässt. Alternativ wäre es natürlich auch hilfreich, wenn man vielleicht im Vorfeld mal bei einer Geburt eines befreundeten Züchters dabei gewesen wäre. Alle Seminare und jedes angelesene Wissen ist in dem Moment der Geburt WEG!! Nein, Spass. Natürlich ist nicht alles weg. Zum Teil greift man natürlich darauf zurück was man gelesen hat oder gehört hat. Aber trotzdem ist die Routine und die Sicherheit, wie man sich in welcher Situation zu verhalten hat, einfach nicht vorhanden.
Ich denke, dass jemand mit Erfahrung an dieser Stelle einfach hilfreich ist und Ruhe vermittelt. Der nimmt einen vielleicht auch mal an die Seite und sagt: Lass mal. Die Hündin macht das schon. Die war bisher so sicher. Die kann das. Wir stören da nur. 
Also dass sind die Lehren, die wir aus dieser Geburt gezogen haben. Wir hatten durch Corona leider den Sprung ins kalte Wasser. Aber was will man sagen. Es ist ein Abenteuer. Es ist ein Wunder. Und es ist wunderschön wenn man das neue Leben in Händen hält. Wir würden es jeder Zeit wieder tun. 

Doch wir sind ja noch nicht mal mit der ersten Geburt fertig. Wir warteten voller Hoffnung, ob sich der Ultraschall nicht vielleicht doch vertan hat. Ob nicht vielleicht doch noch ein kleiner Nachzügler kommt. Auch die Nachgeburten hatten wir noch nicht gesehen. Da die nicht unbedingt nach jedem Welpen direkt fallen müssen sondern auch gerne mal als Abschluss kommen waren wir zu dem Zeitpunkt noch voller Hoffnung eventuell einen weiteren Welpen zu bekommen. Als sich aber nach zweieinhalb Stunden nichts mehr getan hat, unsere Joy auch keine Anzeichen von Wehen mehr hatte, die Nachgeburten aber immer noch fehlten haben wir uns entschieden geben 20 Uhr in die Tierklinik zu fahren um auf Nummer sicher zu gehen.
Dort wurde Joy geröntgt um sicherzustellen, dass wirklich kein Welpe mehr vorhanden ist. Im Anschluss erfolgt noch eine Ultraschall-Untersuchung hinsichtlich der fehlenden Nachgeburten. Der Ultraschall sagte aber aus, dass die Nachgeburten nicht mehr vorhanden waren. Da unsere Joy äußerst sauber ist vermuten wir, dass sie die Nachgeburten direkt beim sauber Lecken gefressen hat.

Und somit waren wir dann gegen 21 Uhr sicher, dass wir ein Einzelkind aufziehen werden. Wir freuen uns auf diese Aufgabe.


Der 22.3.2020: Heute konnte man das erste mal die Welpen wirklich fühlen. Es bewegt sich was in unserer Hündin.
Optisch betrachtet wird es wohl kein so grosser Wurf aber wir freuen uns auf jeden Welpen der in der Kiste liegen wird.
Wie heißt es so schön: Hauptsache gesund !

Der Ultraschall war positiv. Joy hat aufgenommen. Wir freuen uns auf Nachwuchs und auch dass die Linie vom Peetzsee weiter geführt wird.
Der 63 Tag und somit der errechnete Wurftermin dürfte um den 1./2. April herum liegen.

Voller Spannung erwarten wir das Ergebnis. Sollte alles geklappt haben wird der Wurf gegen Ende März/Anfang April fallen.
Da der Wurf in der Regel zwischen dem 57 und 63 Tag fällt wäre der errechnete Termin der 27.3 bis 4.4.2020.

Zwei spannende Tage liegen hinter uns. Aber .....
sowohl das erste Decken als auch das Nachdecken war erfolgreich.

Am 27/28.2 werden wir per Ultraschall feststellen, ob unsere Joy aufgenommen hat.

Wir waren am 30/31.01.2020 beim Deckrüden und es hat alles geklappt.

12/2019 Der Deckschein ist da. Die Formalitäten erledigt. Es kann dann mal losgehen ;-)

Und hier der Vater unseres A-Wurfes.

Anakin vom Drewer Mark  



 























Livebild in die Wurfkiste: in Vorbereitung